Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Dinge Sie im Alltag umgeben? Ihre Kleidung, Schuhe, Geschirr, Teppiche, Decken und Bettdecken? Nur selten geht einer von uns bei der Auswahl der Dinge sorgfältig und gewissenhaft vor. Heute, im Zeitalter der Vollbeschäftigung, neigen fast alle von uns zum Minimalismus, die Bequemlichkeit hat oberste Priorität. Unsere Häuser sind also voll mit gestanztem Plastik, das ohne Umschweife buchstäblich jeden Bereich unseres Lebens erobert, aber das war nicht immer so.
Noch vor kurzem konnte man in jeder Wohnung gestrickte Spitzenservietten, bestickte Handtücher und Vorhänge, ungewöhnliche Kissen und bemalte Tabletts sehen. Wir spielten gern mit Spielsachen, die unsere Väter gemacht hatten, und trugen Pullover und Schals, die unsere Mütter gestrickt hatten. Und das liegt keineswegs daran, dass es nichts anderes gab, sondern einfach daran, dass ein handgemachtes Ding eine besondere Energie in sich trägt, in der Seele widerhallt und wie ein Meisterwerk wirkt, auch wenn es ein bisschen plump und amateurhaft ist.
Wie bedauerlich ist es, dass in der jüngeren Vergangenheit im Zuge der weltweiten Vereinigung die jahrhundertealte Erfahrung und filigrane Handwerkskunst der sogenannten „Kunsthandwerker“ – Meister des Volkshandwerks – unverdienterweise verfolgt wurde. Und wie gut ist es, dass heute alles getan wird, um die wahre Volkskunst wiederzubeleben.
Usbekistan ist ein Land mit einem außergewöhnlich talentierten Volk. Talent und Können, multipliziert mit vielen Jahrhunderten ruhmreicher Geschichte, bringen letztendlich jene Meisterwerke der Volkskunst hervor, die uns unsere Wurzeln, unsere Kultur und unsere einzigartige ethnische Gruppe nicht vergessen lassen.
Es gibt in unserem Land viele wunderbare Meister und Hunderte von Handwerken, aber heute möchte ich Ihnen von denen erzählen, die für ihre Heimat weltweiten Ruhm erlangt haben.